Okt 23 2011

Lichtmalerei

Schon viel habe ich davon gehört, gesehen und einiges darüber gelesen und dabei immer wieder gedacht: Das muss ich auch mal ausprobieren. Denn die Fotos der Lichtmalerei sind die Kunst der Nachtfotografie. Es ist das Beherrschen des Lichtes, der Formen und die Einbeziehung der Umgebung, die die Fotos ausmachen und mich immer wieder beeindrucken.

So wollte auch ich mich nun endlich mal konkret mit der Lichtmalerei befassen. Interessante Informationen und Tipps zur Technik habe ich in den Weiten des Internets gefunden. Dabei entdeckte ich die Website von Visual Dreams, die die Lichtmalerei kurz erklärt sowie ein paar schöne Beispielbilder dazu zeigt.

Schon der Fotograf Gjon Mili experimentierte 1949 mit der Lichtmalerei. Und es war Pablo Picasso, der vor der Kamera stand und mit der Taschenlampe malte. Der Folgende Link Gjon & Pablo zeigt die Bilder.

Auch ich male, doch das Malen mit der Taschenlampe will geübt sein. Auf jeden Fall bin ich nicht so talentiert wie Pablo Picasso. Und so übe ich nun öfter am Abend. Schließlich wird es jetzt früher dunkel.

Das Schreiben in der Luft klappt noch nicht. Ein einfacher blauer Smiley dagegen schon:

Smiley

Smiley im dunkeln

Dagegen entstand vor einiger Zeit bei einem Experiment mit Freunden dieses Foto. Es ist ein reines Zufallsprodukt und hat einfach Spaß gemacht.

Lichtmalerei Zufallsprodukt

Lichtmalerei Zufallsprodukt

Grundsätzlich sollte man sich vor der nächtlichen Fotosession ein paar Gedanken darüber machen was man „malen“ möchte. Sofern man frei in der Luft malt braucht dies Übung und etliche Versuche mit der Kamera. Das sollte zeitlich berücksichtigt werden.

Es ist hingegen einfacher wenn man bestehende Objekte oder Menschen mit einbezieht. Zudem macht es gleich mehr Spaß. So habe ich es vor kurzem mit meiner Freundin gemacht. Nachfolgende zwei Fotos sind hierbei erfolgreich entstanden:

 


Mai 19 2011

ESC 2011 – Ich war dabei (Erlebnisbericht)

Einmal dabei sein. Einmal die Teilnehmer im Finale live sehen. Einmal die Stimmung beim Eurovsion Song Contest hautnah miterleben. Das war mein Wunsch und er ging in Erfüllung.

Mit zwei Freundinnen habe ich im Nachgang über die sogenannte Warteliste doch noch Karten für das Finale in Düsseldorf bekommen. Block 156, also weiter hinten und weiter oben. An eine Unterkunft vor Ort in Düsseldorf war gar nicht mehr zu denken. Was war die Alternative? Da kam der Vorschlag von „die Nacht halt durchmachen“. Puh, halten wir das durch? Können wir das noch mit über 30? Es gab keine Alternative. Also: Ja, klar können wir das noch! Düsseldorf wir kommen!

Am 14.05.2011 war es dann soweit. Erstmal ausschlafen und damit Energie für den Abend und die Nacht sammeln. Ganz aufgeregt malte ich noch die letzten Buchstaben des Banners aus, das wir mitnehmen wollten. Die Botschaft recht einfach: Greetings from Hannover.
Warum so simpel? Das lag am Platzmangel! All die anderen Vorschläge waren zu lang. Ebenso durfte die Deutschlandfahne nicht fehlen.

Um 15.32 Uhr fuhr der Zug ab Hannover los. Und umso näher diese Uhrzeit rückte, umso aufgeregter wurde ich und machte damit alle ganz verrückt. Im Zug wurde ich ein wenig ruhiger.

Angekommen in Düsseldorf am Hauptbahnhof hieß es erst noch schnell was essen, eine Grundlage für die lange Nacht schaffen. Am Bahnhof erkannten wir bereits viele weitere ESC-Fans. Die richtige Bahn fanden wir im Nu, mussten kaum warten und fuhren zur Esprit Arena.

Vor der Esprit Arena in Düsseldorf trafen wir sogar noch einen alten Freund, den wir lange nicht mehr gesehen hatten, mit Begleitung. Beide hatten bereits einen Tag zuvor das Jury-Finale gesehen.

Mit großer Spannung suchten wir unseren Block und die Sitzplätze. Dafür brauchten wir auch nur drei Anläufe, aber ab dann fanden wir unsere Sitzplätze auch mit verbundenen Augen wieder.
Weit oben saßen wir und hatten damit einen Blick über die gesamte Arena. Nah über uns zwei große LED-Leinwände, darunter nochmals mehrere. Und natürlich nicht zu vergessen: die riesige LED-Leinwand der Bühne. Damit geriet die Bühne fast ins Hintertreffen.
Das war beeindruckend.

Mit Getränken ausgestattet, saßen wir ab 20.30 Uhr auf unseren Plätzen und warteten auf die Eröffnung. Punkt 21 Uhr war es dann soweit. Auch in der Arena wurde erstmal die Hymne des Eurovision Song Contest gespielt.

Anke Engelke, Stefan Raab und Judith Rakers als Moderatoren waren unterhaltsam und machten ihre Sache gut, wobei Anke Engelke heraus stach mit ihrer witzigen und charmanten Art.

Die Eröffnung mit dem Siegerlied „Satellite“ des letzen Jahres, das Stefan Raab in seiner eigenen Version vortrug, war gelungen. Das Special der vielen Lenas, aus der die wahre Lena doch noch hervortrat, kam als Überraschung jedoch bei mir dort oben verzögert an. Musste ich doch erst auf die LED-Leinwand gucken, um Lena eindeutig zu erkennen. Ohne die Leinwand hätte man mir auch ein Double von Lena unterschieben können, denn gesanglich kam in dem Fall eher wenig an.

Kati Wolf aus Ungarn mit dem eingängigen Song ‚What About My Dreams’ brachte die Arena zum toben. Um mich herum stand fast das gesamte Publikum, klatschte mit und jubelte. Bei dem Song kommt aber auch einfach super Stimmung auf. Das Publikum in der Arena war demnach begeistert von dem Song. Das Publikum vor den Bildschirmen teilte die Begeisterung wohl nicht in gleicher Weise, wie die Punktevergabe zeigte. Das fand ich schade, Kati hätte einen weit besseren Platz verdient gehabt!

Gänsehautfeeling verspürte ich bei Lenas Auftritt, nicht alleine des Songs willen, sondern wegen der unglaublich großartigen Atmosphäre in der Arena. Das Publikum (mich eingeschlossen) jubelte zeitweise so laut, dass ich den Gesang nicht mehr wirklich vernahm.

Ein Danke an Lena für den Auftritt und dieses verschmitzte Lächeln am Ende ihres Songs. Süß. Mein Favorit war Taken by a Stranger jedoch nicht, auch wenn ich für sie hätte abstimmen dürfen.

Bei dem Auftritt Moldawiens flogen die spitzen Hüte nur so auf der riesigen LED-Leinwand, während die Band Zdob si Zdub den Song „So Lucky“ performte. Flash pur und ein Song der Spaß macht. Ebenso geflasht wurde ich durch den Song aus Serbien „Caroban“, gesungen von Nina. Plötzlich spürte ich mich in eine andere Zeit versetzt, wahrscheinlich durch die vielen Kreise auf der LED-Leinwand.

Immer wieder schaute ich mich während der Songs um und sah die vielen verschiedenen Nationalflaggen, die nicht nur zum jeweiligen Land geschwenkt wurden, sondern bei allen Songs, die anscheinend gefielen. Schön, wie ein solches Event doch viele Nationen sprichwörtlich unter ein Dach bringen kann und die Menschen gemeinsam feiern lässt!

Und wäre ich ein Teil der Jury gewesen, hätte mein Voting wie folgt gelautet:
• 12 Punkte für Österreich, Nadine Beiler mit The Secret is Love – eine Wahnsinnsstimme
(da bin ich also einig mit der Entscheidung bzw. Punktvergabe)
• 10 Punkte für Ungarn, Kati Wolf mit What About My Dreams
• 8 Punkte für Finnland, dem sympathischem Paradise Oskar mit Da Da Dam
• 7 Punkte für Moldawien
• 6 Punkte für Dänemark (auch hier Übereinstimmung mit der Punktvergabe)
• 5 Punkte für Georgien
• 4 Punkte für Spanien
• 3 Punkte für Slowenien
• 2 Punkte für Serbien
• 1 Punkt für die Schweiz

Ach übrigens, unser Zug ging um 5.52 Uhr zurück. Bis dahin haben wir noch gegessen, getrunken und natürlich noch auf einer der vielen ESC-Partys gefeiert. Ja, tatsächlich haben wir die Nacht durchgemacht und gut durchgehalten. An dieser Stelle grüße ich meine Mädels, die mit mir unterwegs waren: Es war klasse! Danke, dass ihr die Nacht durchgehalten habt!

Der Eurovision Song Contest 2011 wird mir unvergesslich bleiben!